H0 mini Gleisplan: John Allens Timesaver als kleines Betriebs-Diorama auf 0,8 qm

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Gleisplan für ein kleines Betriebs-Diorame auf TimeSaver Basis mit dem PIKO A Gleis
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Das angedeutete Streckengleis dient als Ausziehgleis für den Fiddle Yard

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Fiddle Yard mit je einem  Gleis für den Personen- und den Güterzug

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Ladestelle mit Bockkran

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Umfahrgleis

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Empfangsgebäude

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Bahnsteiggleis

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Güterschuppen

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Anschluss zum Güterschuppen

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Kulisse zur Tarnung des Fiddle Yards

H0 Gleisplan: Schnell zu bauende Minianlage bietet Spielspaß, der manchen Kreisverkehr in den Schatten stellt.

Die Zahl der ewigen Modellbahn-Baustellen und -Bauruinen ist sicher gewaltig. Unzählige Anlagen, die nach jahrelangem Stillstand noch vor der Fertigstellung abgerissen werden. Der Grund dafür ist meist der Gleiche: Das Budget für Zeit und Geld war den ehrgeizigen Plänen nicht gewachsen. Ein Fehler, den sicher die meisten Modellbahner schon einmal gemacht haben. Sicher, es fällt schwer, die Wunschliste auf ein realistisches Maß zusammenzustreichen. Vor allem dann, wenn der benötigte Platz zur Verfügung steht. Dennoch empfiehlt es sich, mit Augenmaß zu planen. Wie charmant wirkt da dieser kleine Plan, der im Kern John Allens legendären Timesaver beinhaltet. Das benötigte Gleismaterial befindet sich wohl bei den meisten Modellbahnern schon in der Kramkiste. Der Zeitaufwand lässt sich , je nach gewünschter Ausschmückung, auch recht flexibel gestalten. Kurz: diese kleine Rangieranlage eignet sich bestens als kleines Seitenprojekt.

Kleiner Anlagenplan mit enormen Möglichkeiten

Wer es mal ausprobiert, erkennt schnell, wie viel Freude und langanhaltenden Spielspaß diese kleine Anlage bringen kann. Ich habe diese Anlage so gestaltet, dass sie einen kleinen Bahnhof darstellt der für einen Personenzug und einen Güterzug ausgelegt ist – je nach Wagenlänge für eine Lok mit 2 bis 3 Wagen. Der Plan kommt ohne weitere Anbauten für Fiddle Yard oder Schattenbahnhof aus und könnte auch in eine Vitrine oder Schrank eingebaut werden.
Oben rechts befindet sich der Zugspeicher, mit einer Nutzlänge von 2 x 45-50 cm für je einen Personenzug und einen Güterzug. In Epoche I könnten da ggf. Lok und drei Wagen Platz finden. Die schwarze Linie stellt eine Kulisse dar, die den Abstellbahnhof tarnt. Diese sollte aus praktischen Gründen abnehmbar sein, damit sie dem Timesaver-Spiel nicht im Weg ist.

Mehr über Kleinstanlagen im Video

In diesem kurzweiligen und sehr informativen Video von „Thorstens Welt„, werden Kleinstbahn-Konzepte in H0, Spur 0 (inkl. 0e) und Gn15 vorgestellt und beschrieben. 15 Minuten, die sich wirklich lohnen!

Betriebsbeispiel

Der Güterzug zieht aus dem Speicher bis vor die Weiche oben in der Mitte de Streckengleises und schiebt dann den Zug rückwärts bis zum EG. Der hintere Wagen, der zum Güterschuppen soll, wird abgekoppelt und verbleibt vor dem EG. Während der vordere Wagen für die Ladestelle mit Kran auf die obere Spange der Umfahrung gezogen und dort mittig abgestellt wird. Die Lok zieht ohne Wagen bis zum Kran vor und fährt dann rückwärts über die untere Spange zurück um den Wagen für den Lokschuppen zu holen. Über das selbe Gleis wird dieser Wagen dann soweit über die Weiche gezogen, bis er rückwärts zu dem Schuppen geschoben werden kann. Jetzt beendet die Lok die Umfahrung des Wagens für die Kran-Ladestelle und schiebt diesen zur selbigen.
Das wäre nur eines von mehreren möglichen Szenarien. Mit ähnlichen Manövern können z. B. auch Personen, wie Güterwagen umgespannt werden, sodass die Züge am Ende vorwärts in den Speicher hinter der Kulisse fahren könnten.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Anlage mehr Möglichkeiten bietet als manche Kreisanlage, es hat mir jedenfalls Spaß gemacht drüber nachzudenken.

Alles auf 160 cm x 50 cm

Die Anlagenmaße sind mit 160 x 50 cm extrem kompakt, John Allens Timesaver braucht im Original etwas mehr Nutzlänge. Mit kurzen Wagen und Loks der Epoche I oder II kann man aber auch in diesem Format das Timesaver-Spiel spielen. Der gezeigte Plan ist mit dem Piko A Gleis geplant. Die Piko A Gleis Weichen, sind mit 15° deutlich schlanker als die 24° Weichen des Märlin C Gleises. Mit dem Märklin C-Gleis könnten also auf selbem Raumetwas größere Nutzlängen erzielt werden. Diese Frage stellt sich für jemanden, der rechts oder links noch 20cm investieren kann, natürlich nicht.

Das TimeSaver-Spiel

Bei dem Timesaver Spiel geht es darum mit einer Rangierlok, willkürlich aufgestellte Waggons an zuvor festgelegte Zielpositionen zu bringen. Die Lok fährt dabei mit einer fixierten Geschwindigkeit. Es kommt entweder darauf an, die Aufgabe mit möglichst wenigen Bewegungen zu lösen, oder so schnell wie möglich (daher der Name „Timesaver“ zu deutsch „Zeitsparer“). Besonderen Reiz hat das Spiel, wenn man es gegeneinander spielt.