H0 Gleispläne: Bahnbetriebswerk für Dampfloks

In einem Bahnbetriebswerk für Dampfloks, kurz Betriebswerk (abgekürzt Bw oder BW), wird für den reibungslosen Betrieb der eingesetzten Dampflokomotiven gesorgt.

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Schlankes Bahnbetriebswerk für Dampflokomotiven mit allen Stationen zur Lokbehandlung
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Bekohlung

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Entschlackung mit Schlackegrube

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Wasserpumpe

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Besandung und Sandbunker

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Umfahrung der Bekohlung und Entschlackung

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Hilfszug

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Werkstatt mit Untersuchungsgrube

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Ausblas- und Auswaschgerüst

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Ringlokschuppen

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Ausfahrt

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Tankstelle und Treibstofflager für Dieselfahrzeuge

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Versorgungsgleis für Kohle und Sand. Entsorgung für Schlacke

Für die Wartung der im Schienenverkehr eingesetzten Lokomotiven gab es verschiedene Stationen:

Behandlungsstationen im Bahnbetriebswerk für Dampfloks

1. Bekohlung:

Die Bekohlung wurde nach der Rückkehr in das Betriebswerk, in der Regel zuerst befahren. Dort wurde der Brennstoffvorrat aufgefüllt. Neben Kohle je nach Betriebsart auch Öl und Kohlenstaub.

2. Entschlackung:

Oft blieben nach dem Verbrennungsvorgang in den Dampflokomotiven bis zu 20 Prozent Rückstände in den Rauchkammer, Rost und Aschkasten zurück. Diese wurden in der Entschlackungsanlage beim Abrüsten einer Dampflok mit Kratzer, Haken und speziellen Kratzbürsten abgeschabt.

3. Wasserversorgung:

Wasser wird zum Betrieb von Dampfloks benötigt. Die Betriebswerke verfügten in der Regel über eigene Wasserwerke. Das Wasser für die Dampfkraft musste aufwendig gereinigt und aufbereitet werden.

4. Besandung:

Um für ausreichende Haftreibung zwischen Rad und Schiene zu sorgen. verfügten Dampflokomotiven über Sandkästen. In der Regel zwei, auf dem Kesselscheitel. Die Sandkästen wurden an den Besandungsanlagen gefüllt.
Alle Betriebswerke hatten einen Sandvorrat für mindestens 30 Tage.

5. Lockschuppen:

Größere Betriebswerke hatten mindestens einen Ringlokschuppen mit Drehscheibe. Auf der Drehscheibe wurden die Lokomotven gewendet und im Lokschuppen abgestellt. Die Dampflokomotiven sollten nicht vollständig auskühlen und konnten in den Lockschuppen auf Temperatur gehalten werden. So ging das Anheizen für den Betrieb schneller.

6. Ausblasvorrichtung

Kohlenreste, Asche und Schlackepartikel, die sich während des Betriebes in den Rauch- und Heizrohren ablagerten, mussten regelmäßig nach 500 bis 1000 Betriebskilometern ausgeblasen werden. Die Ausblasvorrichtung für Dampflokomotiven bestand aus einer fahrbaren Arbeitsbühne und einem Druckluftgebläse mit dem die Heiz- und Rauchrohre ausgeblasen wurden.

7. Auswaschstand

Ein Bahnbetriebswerk für Dampflokomotiven verfügte in der Regel über zwei Auswaschanlagen in denen die Kessel der Dampflokomotiven in regelmäßigen Abständen von Schlamm und Kesselstein gereinigt. Circa alle 10 bis 14 Tage oder je nach Laufleistung wurde das Auswaschen durchgeführt. Eine Auswaschvorrichtung war im Lokschuppen und ein weiteres Auswaschgleis befand sich im Freien. Das Wasser wurde meist aufbereitet und wieder verwendet.

8. Stellwerk

Bahnbetriebswerke verfügen oft über ein eigenes Stellwerk zum Regeln der Abläufe.

9. Gebäude für Betriebs- und Bahnpersonal

Fortsetzung folgt …