… sind Gott sei Dank vermeidbar.

Man kann natürlich weitaus mehr Fehler als die hier beschriebenen 10 machen, aber diese 10 finden sich in den meisten Modelleisenbahner-Biografien. Auch stellt die Reihenfolge von 1 bis 10 keine Gewichtung dar. Vielleicht wird auch der ein oder andere erfahrene Modellbahner mit einem inneren Nicken quittieren: Stimmt, den Blödsinn habe auch auch gemacht. Andere werden vielleicht auch das ein oder andere gar nicht als Fehler empfinden.

Fehler Nr. 1: Anfangen ohne Plan.

Damit meine ich jetzt nicht den Gleisplan, denn auch dieser benötigt schon eine ganze Reihe an Vorüberlegungen aber ist dennoch nur Teil der allgemeinen Planung. Bei dem ein oder anderen beginnt das Hobby unvermittelt mit einer geschenkten Startpackung. Oder vielleicht überlegt man sich einen Wiedereinstieg nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Wie auch immer. Zu einem Plan gehören wichtige Vorüberlegungen wie z.B.:
1. Ressourcen:

  • Platz
  • Zeit
  • Geld

daraus resultierend
2. Spurweite und Größe
Die drei genannten Größen spielen bei der Wahl der richtigen Spurweite mitunter semantisch ineinander.
3. Thema der Anlage
usw.
An dieser Stelle möchte ich auf eine spannende Videoreihe, aus unserem Partner Youtube Kanal „Thorstens Welt“, hinweisen. Hier geht es zu Teil 1 Modellbahn: Planung Teil 1 – Vorüberlegungen mit Gleisplänen in H0 und Spur 0

Fehler 2: Zu viele Lokomotiven kaufen!

Am Ende fährt man doch nur 5 Stück. Wenn man Lokomotiven und Wagen kauft, bevor man sich konkret Gedanken über Größe und Thema der Anlage gemacht hat, liegt man in 90% der Fälle daneben. Oft lese ich in Foren folgenden Satz: „Ich suche einen Gleisplan für 3 x 1,2 Meter. Ich möchte lange Züge fahren. Mein Paradezug ist ein 7-teiliger ICE“. Da denke ich nur: „na da hat mal wieder jemand erst gekauft und dann gedacht“. Platz, Vorlieben und Thema sind untrennbar und stehen in einem direkten Verhältnis. Natürlich, es ist so verlockend, man hat noch nicht begonnen zu planen, geschweige denn zu bauen, durchforstet aber die Geschäfte und Online-Angebote nach Lokomotiven. Warum? Weil man richtig Bock auf Modellbahn hat und endlich loslegen möchte und so eine fette Big Boy oder ein langer ICE sind deinfach so cool . STOPP! Ehe man sich versieht hat man einen kunterbunten Fuhrpark ersteigert. Das erworbene Rollmaterial ist heterogen und kreuz und quer durch alle Epochen und Regionen. Am Ende stehen die Lokomotiven in der Vitrine

Fehler 3: Zu groß denken.

Natürlich hat jeder eine Traumanlage von immensen Ausmaßen. Man unterschätzt aber schnell den Aufwand den der Bau einer Modellbahnanlage und sei sie noch so klein, mit sich bringt. Selbst , wenn man den Platz für einenMännertraum zur Verfügung hat, empfiehlt es sich, erst einen Teilabschnitt oder ein kleineres Thema zu bauen. Erlerne die Fähigkeiten beim Bau, übe und probiere aus. Mache Deine Fehler , lerne daraus und mache weiter. Zu große Projekte können sich Über Jahre Hinziegen und am Ende überwiegt Frust und ein Haufen Geld ist verbrannt.

Fehler 4: Selbstzweifel

Fang an zu bauen, es ist noch kein Experte vom Himmel gefallen. Alle, die sich für Experten halten haben auch mal angefangen und im Laufe Ihrer Historie viele Fehler gemacht, Bücher gelesen und Rat eingeholt. Jeder ist Chef in seinem eigenen Hobby.

Fehler 5: Zu wenig Geduld

Nimm dir Zeit. Wenn Du überstürzt an die Sache gehst, wirst Du vermeidbare Fehler machen.
Überlege und Plane jede Phase Deines Projektes durch. Neben Gleisplan und Thema sind auch technische Details , wie z.B. der Unterbau von großer Bedeutung.

Fehler 6: Die falsche Spurweite.

Schnell greift man auf das zurück, was vielleicht noch im Karton auf dem Speicher schlummert oder man bleibt bei der Startpackung, die unterm Weihnachtsbaum gelegen hat. Aber das muss nicht unbedingt das Richtige für Dich sein. Platz, Vorlieben usw. sind Faktoren, die einen Ausschlag geben sollten. Oft ist es auch so, dass man am Anfang vieles noch gar nicht kennt. Wenn man in die Materie eintaucht rückt vielleicht die Schmalspur oder eine große Spurweite in den Focus. Also bevor man erweitert oder sich zu früh fest legt schauen , gucken, lesen fragen. Das macht auch richtig Spaß. Sicher wir bei mir eines Tages die Große Spur Einzug halten. Das ist jedoch heute aus Platzgründen leider kein Thema.

Fehler 7: Der falsche Unterbau.

Die Möglichkeiten und Techniken für den Unterbau einer Anlage sind so vielfältig wie das ganze Hobby. Wer an der Wand entlang baut braucht u.U. keine Beine und möchte nicht eine Platte an die andere stellen. Wer in vielen Ebenen plant sollte nicht auf einer Platte beginnen. Wer eine Rangieranlage bauen möchte muss nicht mit offenem Rahmenbau Zeit und Ressourcen verblasen.

Fehler 8: Zu viele Gleise!

Hier noch was und da noch was. Am Ende ist der Platz voll mit Gleisen. Stopp: Weniger ist manchmal mehr. Ein gut durchdachter Gleisplan kann gerade durch das Fehlen einer Gleisverbindung für besonderen Betrieb und damit mehr Spielspaß sorgen.

Fehler 9: Alles selber machen wollen.

Frage wenn Du nicht weiter kommst. Nutze Foren und Facebook-Gruppen und schildere Dein Problem. Es gibt keine dummen Fragen. Aber sei gewarnt, es gibt haufenweise selbsternannte Experten die alle den eigenen Weg für den einzig richtigen halten. Du allein bist der Herr auf Deiner Anlage und nur Du entscheidest, was das Richtige für Dich ist und weißt welche Lösung zu Dir passt.

Fehler 10: zu schnell wachsen!

Bauen abreißen, bauen abreißen, vergrößern. Genieße was Du gebaut hast, und reize Deine Anlage aus. Wenn Du deine Gleisanlage gut planst, dann bietet Sie viele Möglichkeiten und stundenlangen Spielspaß.

Nachtrag:

Jeder sollte für sich herausfinden, welcher Typ Modellbahner man ist. Wer sich hier all zu früh festlegt, versäumt vielleicht was. Daher rate ich, offen für Anregungen und alternative Konzepte zu sein – hier hält unser Hobby sicher für jeden von uns noch einige Überraschungen bereit.

Piko A Gleis: Weichen, Kreuzungen und Doppelkreuzungsweiche DKW im Beispiele

Nach etlichen Gleisplänen mit dem Märklin C-Gleis kann ich behaupten, dass ich das beliebteste Gleis der deutschsprachigen Modellbahner sehr gut kenne. Obwohl die Geometrie des C-Gleis extrem präzise und gut durchdacht ist, hat es in meinen Augen einen gravierenden Nachteil. Das C-Gleis kennt keine flexiblen Gleise. Dieser Umstand macht eine elegante Gleisführung nicht gänzlich unmöglich, aber sehr schwierig. Da ich persönlich aufgrund meiner optischen Ansprüche auch mit dem Mittelleiter nicht mehr zufrieden bin, habe ich mich entschlossen auf Gleichstrom umzusteigen. Vor diesem Umstand kam es zu folgender Feststellung:

Ich brauche ein gutes Modellbahn-Gleissystem für Gleichstrom in Spurweite H0

Während ich mich mit den Gleichstrom H0 Gleissystemen von Fleischmann, Roco und Tillig auseinandergesetzt habe, ist mir auch das PIKO A Gleis aufgefallen. Der attraktive Preis hat dazu beigetragen, dass ich mich im Folgenden näher mit dem Produkt beschäftigt habe. Durch den bereits angesprochenen günstigen Preis, hatte ich meine Erwartungen nicht zu hoch geschraubt und war nicht ganz unvoreingenommen. Seit ich mir jedoch eine Auswahl an Gleisen zugelegt habe, bin ich von dem Produkt überzeugt. Das PIKO A Gleis bietet ein schönes Gleis mit tollen Weichen. Ein wunderschönes Profil, das zwar mit CODE 100 – 2,5 mm recht hoch daher kommt, dies jedoch in meinen Augen durch seine realistische Formgebung wettmacht. PIKO A Gleis bietet ein hervorragendes Verhältnis von Preis und Leistung.

PIKO A-Gleis der Preis stimmt also, aber was kann es?

Gleisgeometrie des PIKO A Gleis und Geometriebeispiele

Die Geraden H0 Gleise

Grundlage der geraden Gleise von PIKO A ist die Modullänge von 470mm. Diese Länge wird durch das Zusammenspiel von den Geraden 55200 G239 (239,07 mm) und 55201 G231 (230,93 mm) erreicht. Vier weitere gerade Gleise und drei Übergangsgleise zu dem alten Hohlprofilen und anderen Gleis-Systemen runden das PIKO A Angebot ab.
Beispielsweise bei dem Eisatz von 30° Kreuzungen wird das gerade Gleis 55204 G 107 (107,32 mm) benötigt. Bei Bogenweichen von Radius 3 auf Radius 4 kommt das gerade Gleis 55205 G62 zu Einsatz.
Das wichtigste Gleis jedoch ist das flexible Gleis 55209 G940 mit seiner Länge von 940 mm, welche der doppelten Modullänge 470 mm entspricht.

Die Geraden im PIKO A-Gleis im Überblick:
G239 Gerades Gleis, 239,07 mm,
G231 Gerades Gleis, 230,93 mm,
G119 Gerades Gleis, 119,54 mm, 2 x G119 ergeben Gleis G239
G115 Gerades Gleis, 115,46 mm, 2 x G115 ergeben Gleis G231
G107 Gerades Gleis, 107,32 mm, Parallelgleis zur 30°-Kreuzung
G62 Gerades Gleis, 61,88 mm, Verbindung von Bogenweichen R2, R3 und R4
G940 Flexibles Gleis, 940 mm, entspricht 2 x der Modullänge von 470 mm

Die Radien und der Einsatz von Bogenweichen bei dem PIKO A Gleis

Die PIKO A Gleis Radien R1, R2, R3 und R4 im Schema

Das PIKO A Gleis bietet 4 Radien an. R1 = 360 mm, R2 = 421,9 mm, R3 = 483,8 mm und R4 = 545,6 mm. Alle Bogengleise haben 30°. Zu R1 und R2 gibt es noch je ein 7,5° Segment, auf weitere Segmente wurde verzichtet. Das ist auch nicht nötig, da man die Gleise ohnehin beliebig kürzen kann, wenn es denn nötig ist. Über den geschickten Einsatz von Bogenweichen, kann man sogar auf 5 Radien kommen. Darüber hinaus sind einem mit dem flexiblen Gleis keine Grenzen gesetzt.

Schlanke PIKO A Weichen erlauben elegante Gleisführung.

Das Herzstück eines gelungenen Gleissystems sind die Weichen. Hier zeigt ein System seinen Charakter. Die PIKO Spielwaren GmbH hat hier in meinen Augen ganze Arbeit geleistet und optisch allen Ansprüchen gerecht werdende Weichen gebaut. Mit einem Abzweigbogen von 15° in Kombination mit einem Radius von stolzen rund 908 mm ist mehr als ein guter Kompromiss zwischen Nähe zum Vorbild und realisierbaren Streckenführungen auf der Modellbahnanlage gelungen. Der große Radius schafft eine sehr elegante und schlanke Weichenführung, der Abstand zum Parallelgleis beträgt rund 62 mm. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Herzstück der Weiche. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wie beim Vorbild ist das Herzstück aus einzelnen Schienenprofilen zusammengesetzt. Eine „Polarisierung“ der Herzstücke ist bei PIKO nicht erforderlich. Der stromlose Bereich im Herzstück ist mit 25 mm so bemessen, dass selbst Loks mit kurzem Achsabstand lückenlos mit Strom versorgt werden.

Alle PIKO A-Gleis-Weichen sind als Hand- und Elektroweichen einsetzbar.

der elektrische PIKO Weichenantrieb wird einfach angesteckt. Während die Handweichen nach dem Durchfahren immer in der Durchfahrtsrichtung positioniert bleiben, wird die elektrisch betriebene Weiche nach der Durchfahrt in die Ausgangsstellung zurückgestellt. Besonders schön sind die Weichenzungen, diese laufen flach zu und legen sich vorbildgerecht an die Schienenprofile des Gleises an.

Mein vorläufiges Fazit zum PIKO A Gleis:

Mein erster Eindruck vom PIKO A Gleis ist sehr gut. Ein wirklich schönes Gleis zu einem fairen Preis. Die schlanken Weichen sind sehr elegant, brauchen jedoch mehr Platz als beispielsweise die 22° Weichen der Märklin K- und C-Gleise. Die schlanken 14° Märklin Weichen sind zwar ähnlich lang, können dem PIKO A Gleis jedoch optisch nicht annähernd das Wasser reichen. Nicht nur wegen dem Mittelleiter.
Das PIKO A Gleis überzeugt mich optisch voll und ganz und das trotz der hohen Code 100 2,5 mm Profile. Ich habe einen Grundstock an Material, welches sich nun im Einsatz bewähren muss. Erst wenn man das Gleis einsetzt lernt man es wirklich kennen. ich jedenfalls freue mich auf die „Arbeit“ mit dem PIKO A Gleis.

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